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Pferdefütterung im Sommer und Winter: Was dein Pferd wirklich braucht

Von Lilian
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Ein praxisnaher Ratgeber für eine bedarfsgerechte Fütterung zu jeder Jahreszeit

Was dein Pferd im Sommer und Winter braucht, hängt nicht allein von der Jahreszeit ab.  Alter , Gewicht, Arbeitsleistung, Haltung, Gesundheitszustand und die Qualität des verfügbaren Raufutters spielen eine entscheidende Rolle.

Im Sommer kann nährstoffreiches Weidegras für leichtfuttrige Pferde zur Herausforderung werden. Im Winter müssen wir besonders auf eine ausreichende Raufutter Versorgung, die Wasseraufnahme und die Körperkondition achten. Und manchmal zeigt uns das Pferd durch Veränderungen im Gewicht, im Fell oder im Verhalten, dass etwas nicht stimmt.

Doch nicht jedes Problem lässt sich mit einem zusätzlichen Futtermittel lösen. Häufig lohnt es sich, zunächst die gesamte Fütterung und die Haltungsbedingungen genauer anzuschauen.

In diesem Bericht möchte ich Dir mitgeben, worauf es im Sommer und Winter ankommt, welche Massnahmen sich im Stallalltag bewähren und wann  Ergänzungsfutter sinnvoll sein kann.

Die Grundlage bleibt das ganze Jahr gleich

Pferde sind Pflanzenfresser und auf eine kontinuierliche Aufnahme geeigneten Raufutters ausgelegt. Heu, Gras und – je nach Eignung – weitere strukturreiche Futtermittel bilden deshalb die Grundlage einer ausgewogenen Fütterung.

Erst wenn die Versorgung mit Raufutter, Wasser und den notwendigen Nährstoffen sichergestellt ist, stellt sich die Frage nach zusätzlichem  Kraft - oder  Ergänzungsfutter .

Eine bedarfsgerechte Ration berücksichtigt insbesondere:

  • Raufutter: Menge, hygienische Qualität und Nährstoffgehalt
  • Energie : passend zu Körpergewicht, Kondition und Arbeitsleistung
  • Eiweiss und Aminosäuren: für Erhalt und Aufbau von Muskulatur und Gewebe
  • Mineralstoffe und Vitamine: abgestimmt auf die gesamte Ration
  • Wasser: jederzeit in ausreichender Menge und geeigneter Qualität
  • Individuelle Bedürfnisse: beispielsweise bei älteren Pferden oder Tieren mit Stoffwechselproblemen

Eine Ration, die für ein Sportpferd passt, kann für ein leichtfuttriges Pony bereits zu energiereich sein. Umgekehrt kann ein älteres Pferd mit Zahnproblemen trotz ausreichendem Futterangebot zu wenig verwertbare Nährstoffe aufnehmen.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: Welches Futter passt zur Jahreszeit? Sondern: Was braucht mein Pferd tatsächlich?

Sommer: Weidegras, Energie und Flüssigkeitsversorgung

Mein Pferd nimmt auf der Weide zu

Frisches Weidegras kann sehr energiereich sein. Sein Gehalt an Zucker und anderen leicht verfügbaren Kohlenhydraten schwankt unter anderem mit Grasart, Wachstumsstadium, Wetter und Tagesbedingungen.

Für leichtfuttrige Pferde und Ponys kann eine üppige Weide deshalb schnell zu einer übermässigen Energieaufnahme führen. Bei Pferden mit Insulindysregulation oder Hufreherisiko ist zudem besondere Vorsicht geboten.

Was hilft?

  • Beurteile regelmässig die Körperkondition deines Pferdes.
  • Passe Weidezeit und Weidemanagement an seine individuellen Bedürfnisse an.
  • Sorge für ausreichend Bewegung und eine passende Gesamtration.
  • Lass bei Übergewicht oder Verdacht auf Stoffwechselprobleme tierärztlich abklären, welche Fütterung geeignet ist.

Eine  Fressbremse kann unter bestimmten Bedingungen helfen, die Grasaufnahme zu begrenzen. Sie muss jedoch korrekt sitzen, regelmässig kontrolliert werden und zum Pferd passen.

Auch bei der Wahl eines Ergänzungsfutter lohnt sich ein genauer Blick: Die Bezeichnungen «getreidefrei» und «melassefrei» sagen allein nicht aus, wie viel Zucker oder Stärke ein Produkt enthält. Entscheidend sind die tatsächlichen Nährwerte und die gefütterte Menge.

Unser Tipp: Wenn dein Pferd leicht zunimmt, braucht es nicht automatisch ein spezielles Diätfutter. Prüfe zuerst die gesamte Energieaufnahme und die Raufutterversorgung.

Mein Pferd schwitzt stark oder wirkt ungewöhnlich unruhig

Bei warmem Wetter und körperlicher Arbeit verliert ein Pferd über den Schweiss Wasser und  Elektrolyte . Wie gross der Verlust ist, hängt unter anderem von Temperatur, Belastungsdauer und individueller Schweissleistung ab.

Eine ausgewogene  Mineralstoffversorgung ist wichtig. Bei starkem oder länger anhaltendem Schwitzen kann eine gezielte Elektrolytergänzung sinnvoll sein.

Unruhe hat dagegen viele mögliche Ursachen. Hitze,  Insekten , Schmerzen,  Stress , Überforderung oder eine ungeeignete Fütterung kommen infrage.  Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, aber kein allgemeines Beruhigungsmittel.

Was hilft?

  • Stelle ausreichend frisches Wasser bereit.
  • Sorge für Schatten, Ruhe und eine möglichst geringe Hitzebelastung.
  • Passe Training und Belastung an die Temperaturen an.
  • Prüfe, ob die  Mineralstoffversorgung zur Gesamtration passt.
  • Besprich einen erhöhten  Elektrolytbedarf bei starkem Schwitzen mit einer fachkundigen Person.

Ergänzungsfutter mit Magnesium oder Elektrolyten kann je nach Bedarf infrage kommen. Es sollte jedoch gezielt ausgewählt und nicht allein aufgrund von Nervosität oder starkem Schwitzen eingesetzt werden.

Mein Pferd hat beim Anweiden Verdauungsprobleme

Der Wechsel von Heu zu frischem Gras verändert die Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung. Eine plötzliche Umstellung kann die Verdauung belasten. Auch lange Fresspausen, Stress und andere Haltungsfaktoren können eine Rolle spielen.

Was hilft?

  • Gewöhne dein Pferd schrittweise an das Weidegras.
  • Vermeide abrupte Änderungen der Fütterung.
  • Achte auf eine möglichst gleichmässige Raufutterversorgung.
  • Beobachte Kotbeschaffenheit, Appetit und Allgemeinbefinden.

Ein Ergänzungsfutter für Magen und Darm kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Es ersetzt aber weder ein gutes Fütterungsmanagement noch die Abklärung möglicher Erkrankungen.

Bei deutlichen Bauchschmerzen, Fressunlust oder Kolikverdacht ist umgehend tierärztliche Hilfe erforderlich.

Winter: Raufutter, Körperkondition und Wärme

Mein Pferd verliert im Winter Gewicht

Kälte, Wind und Nässe können den Engergiebedarf erhöhen. Wie stark, hängt von den individuellen Bedingungen ab. Ein ungeschorenes Pferd mit dichtem Winterfell und einem geeigneten Unterstand hat andere Bedürfnisse als ein geschorenes, älteres oder bereits dünnes Pferd.

Bei der Verdauung von Raufutter entsteht Wärme. Eine ausreichende Versorgung mit geeignetem Raufutter ist deshalb im Winter besonders wichtig.

Was hilft?

  • Kontrolliere regelmässig Gewicht und Körperkondition.
  • Überprüfe Menge und Qualität des Heus.
  • Achte darauf, dass dein Pferd ausreichend lange und möglichst gleichmässig über den Tag verteilt fressen kann.
  • Berücksichtige Kälte, Wind, Nässe, Bewegung und Arbeitsleistung.
  • Erhöhe die Energiezufuhr bei Bedarf gezielt.

Wenn mehr Energie benötigt wird, kann je nach Situation ein geeignetes Kraftfutter oder eine energiereiche Ergänzung infrage kommen. Öle liefern beispielsweise Energie, ersetzen aber weder eine ausgewogene Ration noch die notwendige Versorgung mit Eiweiss, Mineralstoffen und Vitaminen.

Bleibt ein Pferd trotz ausreichender Fütterung dünn oder nimmt es unerwartet ab, sollten auch Zahnprobleme, Parasiten und andere Erkrankungen abgeklärt werden.

Mein Heu reicht nicht aus oder die Qualität ist ungenügend

Nicht jeder Heusommer liefert ausreichend Vorräte. Manchmal ist das verfügbare Heu auch zu staubig, hygienisch mangelhaft oder für bestimmte Pferde ernährungsphysiologisch ungeeignet.

Ein passender Heuersatz kann dann eine wertvolle Unterstützung sein. Je nach Produkt kommen beispielsweise Heucobs, Raufutterflocken oder strukturreiche Raufutteralternativen infrage.

Worauf solltest du achten?

  • Ist das Produkt als Ergänzung oder als vollständiger beziehungsweise teilweiser Raufutterersatz vorgesehen?
  • Welche Nährstoffe liefert es?
  • Passt die Fütterungsmenge zum Bedarf des Pferdes?
  • Muss das Produkt vor dem Füttern eingeweicht werden?
  • Ist die Ration bei einer längerfristigen Verwendung vollständig und ausgewogen?

Bei älteren Pferden mit Zahnproblemen oder Tieren, die Heu nicht ausreichend kauen können, kann eingeweichtes Raufutter besonders hilfreich sein. Die passende Auswahl und Menge sollte jedoch individuell abgestimmt werden.

Wichtig: Schimmeliges oder hygienisch verdorbenes Heu wird nicht dadurch sicher, dass man es einweicht.

Mein Pferd hustet im Stall

Husten ist kein normales Winterproblem, das man einfach hinnehmen sollte. Staub, Schimmelbestandteile, schlechte Stallluft und bestimmte Atemwegserkrankungen können dahinterstecken.

Gerade bei Pferden mit empfindlichen Atemwegen spielt die Haltung eine grosse Rolle.

Was hilft?

  • Lass anhaltenden oder wiederkehrenden Husten tierärztlich untersuchen.
  • Sorge für möglichst staubarme Einstreu und gutes Stallklima.
  • Prüfe die hygienische Qualität des Heus.
  • Verwende bei Bedarf geeignetes, staubarmes Raufutter.
  • Besprich mit dem Tierarzt, ob das Wässern oder Dämpfen des Heus sinnvoll ist.

Ein geeignetes, hygienisch einwandfreies  Heuersatzprodukt kann eine Möglichkeit sein, die Staubbelastung zu reduzieren. Entscheidend ist aber das gesamte Umfeld – nicht allein ein Futtermittel aus der Kategorie «Atemwege».

Mein Pferd trinkt im Winter zu wenig

Bei trockener Heufütterung kann die Wasseraufnahme im Winter besonders wichtig sein. Manche Pferde trinken weniger, wenn das Wasser sehr kalt ist oder die Tränke nicht zuverlässig funktioniert.

Eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung kann die Verdauung beeinträchtigen und das Risiko für Verstopfungskoliken erhöhen.

Was hilft?

  • Stelle jederzeit sauberes und ausreichend verfügbares Trinkwasser bereit.
  • Kontrolliere  Tränken regelmässig auf Funktion und Frost.
  • Biete bei Bedarf zusätzlich Wasser in geeigneten, sauberen Gefässen an.
  • Beobachte, ob dein Pferd tatsächlich ausreichend trinkt.
  • Kann dein Pferd  Mash gut vertragen, kann eine mit ausreichend Wasser zubereitete Portion zusätzlich Flüssigkeit liefern.

Mash ist jedoch kein Ersatz für Trinkwasser. Auch die Zusammensetzung muss zum Pferd passen. Bei bekannten  Stoffwechselproblemen oder speziellen Ernährungsvorgaben empfiehlt sich eine sorgfältige Auswahl.

Bei Kolikverdacht solltest du nicht versuchen, das Problem allein mit Mash oder anderen Hausmitteln zu lösen.

Mein Pferd baut Muskulatur ab

Muskelabbau kann verschiedene Ursachen haben. Weniger Bewegung, eine unzureichende Energie- oder Eiweissversorgung, Schmerzen, Erkrankungen und altersbedingte Veränderungen können beteiligt sein.

Besonders wichtig ist die Versorgung mit hochwertigem Eiweiss und essenziellen  Aminosäuren . Sie müssen in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zur Verfügung stehen.

Was hilft?

  • Prüfe, ob Energie- und Eiweissversorgung zum tatsächlichen Bedarf passen.
  • Passe das Training an den körperlichen Zustand deines Pferdes an.
  • Achte auf eine angemessene Regeneration.
  • Lass deutlichen oder unerklärlichen Muskelabbau   tierärztlich untersuchen.

Ein Ergänzungsfutter mit Aminosäuren kann sinnvoll sein, wenn die bestehende Ration einen entsprechenden Bedarf nicht ausreichend deckt. Es ersetzt aber weder Bewegung noch die Abklärung möglicher gesundheitlicher Ursachen.

Fellwechsel und stumpfes Fell

Beim Fellwechsel verändert sich der Nährstoffbedarf. Ein stumpfes Fell kann auf eine unzureichende Versorgung hinweisen, ist aber kein eindeutiger Beweis für einen bestimmten Nährstoffmangel.

Auch Hauterkrankungen, Parasiten,  Stoffwechselprobleme und andere gesundheitliche Faktoren kommen infrage.

Was hilft?

  • Beurteile die gesamte Futterration.
  • Achte auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit Eiweiss, essenziellen Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen.
  • Ergänze Zink oder andere Spurenelemente gezielt, wenn die Versorgung dies erfordert.
  • Lass anhaltende Fell- oder Hautprobleme untersuchen.

Leinöl kann zusätzliche Energie und Fettsäuren liefern.  Zink ist ein essenzieller Nährstoff. Beide sind jedoch keine pauschalen Lösungen für jedes Fellproblem. Eine unnötige Supplementierung sollte vermieden werden.

Mein Pferd ist älter und kommt schlecht durch den Winter

Mit zunehmendem Alter können sich die Bedürfnisse eines Pferdes verändern. Zahnprobleme, Schwierigkeiten beim Kauen, Muskelabbau oder Erkrankungen können dazu führen, dass es  Futter schlechter aufnimmt oder verwertet.

Nicht jedes ältere Pferd braucht automatisch ein spezielles Seniorenfutter. Entscheidend ist, was es tatsächlich benötigt und problemlos fressen kann.

Was hilft?

  • Kontrolliere Zähne, Gewicht und Körperkondition regelmässig.
  • Wähle gut verdauliches, hygienisch einwandfreies Raufutter.
  • Passe die Konsistenz des Futters bei Kauproblemen an.
  • Achte auf ausreichende Energie-, Eiweiss- und Nährstoffversorgung.
  • Lass unerklärlichen Gewichtsverlust oder deutliche Veränderungen tierärztlich abklären.

Ein geeignetes Seniorenfutter oder eingeweichte Raufutterprodukte können eine sinnvolle Unterstützung sein. Die Auswahl sollte sich am individuellen Bedarf orientieren, nicht allein am Alter.

Frühling und Herbst: Futterumstellungen mit Bedacht

Beim Anweiden im Frühling und beim Wechsel zur Winterfütterung verändert sich die Zusammensetzung der Ration. Der  Verdauungstrakt braucht Zeit, um sich an veränderte Futtermittel zu gewöhnen.

Futterumstellungen sollten deshalb schrittweise erfolgen. Häufig ist eine langsame Anpassung über etwa 7 bis 14 Tage ein sinnvoller Ausgangspunkt. Je nach Futterwechsel, Pferd und Situation kann ein längerer Zeitraum notwendig sein.

Achte besonders auf:

  • eine schrittweise Anpassung der Weidezeit
  • eine gleichmässige Raufutterversorgung
  • langsame Wechsel zwischen verschiedenen Futtermitteln
  • Veränderungen von Kot, Appetit und Allgemeinbefinden

Bei Pferden mit Stoffwechselproblemen oder einer Vorgeschichte mit Hufrehe ist das Anweiden besonders sorgfältig zu planen.

Die Checkliste für eine bedarfsgerechte Fütterung

Bevor du ein neues Futtermittel kaufst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die gesamte Versorgung.

  • Ist ausreichend hygienisch einwandfreies Raufutter vorhanden?
  • Passen Energie- und Eiweissversorgung zum Pferd?
  • Sind Mineralstoffe und Vitamine ausreichend, aber nicht übermässig abgedeckt?
  • Hat mein Pferd jederzeit Zugang zu sauberem Wasser?
  • Stimmen Körpergewicht und Körperkondition?
  • Sind Haltung, Bewegung und Arbeitsleistung berücksichtigt?
  • Gibt es Symptome, die zuerst tierärztlich abgeklärt werden sollten?
  • Ist das Ergänzungsfutter tatsächlich notwendig und für mein Pferd geeignet?

Das passende Futter finden – ohne unnötige Zusätze

Je nach Bedarf können Raufutteralternativen, Mineralfutter, Kraftfutter oder gezielte Ergänzungsfuttermittel die tägliche Ration sinnvoll ergänzen.

Beim Kauf lohnt es sich, nicht nur auf Produktnamen und Werbeversprechen zu achten, sondern auf die Zusammensetzung, die Nährwertangaben und die empfohlene Fütterungsmenge.

Die Begriffe « getreidefrei », « melassefrei » oder «für  Senioren » können bei der Vorauswahl helfen. Sie ersetzen jedoch keine Prüfung, ob das Produkt tatsächlich zum Pferd und zu seiner bestehenden Ration passt.

Wer regelmässig Futter bestellt, kann ausserdem auf eine zuverlässige Verfügbarkeit und eine gute Lagerung achten. Entscheidend bleibt, dass die Versorgung des Pferdes ausgewogen ist und sich an seinem tatsächlichen Bedarf orientiert.

Fazit: Das Pferd gibt die Richtung vor

Im Sommer stehen häufig Weidemanagement,  Energieaufnahme und Flüssigkeitsversorgung im Vordergrund. Im Winter sind eine ausreichende Raufutterversorgung, genügend Wasser und die Erhaltung der Körperkondition besonders wichtig.

Doch die Jahreszeit allein bestimmt nicht, was ein Pferd braucht. Ein leichtfuttriges Pony hat andere Anforderungen als ein schwer arbeitendes Sportpferd. Ein gesundes Seniorenpferd braucht nicht automatisch dieselben Ergänzungen wie ein älteres Tier mit Zahnproblemen.

Die beste Fütterung beginnt deshalb nicht mit einem Produkt, sondern mit einem genauen Blick auf das Pferd, seine Haltung und seine gesamte Ration.

Unser Grundsatz: Erst den Bedarf verstehen, dann gezielt ergänzen.

Bei anhaltendem Husten, unerklärlichem Gewichtsverlust, Kolikanzeichen oder Verdacht auf Stoffwechselprobleme gehört die tierärztliche Abklärung immer dazu. Ein Fütterungsratgeber kann dabei helfen, die richtigen Fragen zu stellen – eine individuelle Untersuchung und Beratung kann er nicht ersetzen.