Mein Pferd ist verletzt – was tun?

Von Lilian

Mein Pferd ist verletzt – und plötzlich steht alles still

Dieser Anruf kam aus dem Nichts und ⁠Ich war nicht im Stall.

⁠Und zuerst klang alles… nicht dramatisch. Bis ich das Video gesehen habe.

⁠In diesem Moment hat sich etwas in mir verändert. Dieses Gefühl, wenn du sofort weißt: Das ist größer.

Ich habe nicht lange überlegt.
⁠Auto. Losfahren. Tierärztin anrufen.

Heute weiß ich: Das war genau richtig.

Was ist passiert?

Am Dienstag, 24. März, hat sich Perra losgerissen und ist auf dem Teer schlimm ausgerutscht. ⁠Als ich sie gesehen habe, musste ich kurz schlucken

Sie hatte:

  • Beide Hinterbeine offen , oberhalb der Fessel
  • Beide Knie aufgerissen
  • Wunden , bei denen man sofort merkt: das ist kein „kleiner Unfall“

Und trotzdem stand sie da. Ruhig, Klar und ist gelaufen.

Genau das macht es so schwierig: Pferde zeigen oft weniger, als wirklich ist.

Bild nach dem Unfall

Bild nach Unfall _ Eintreffen Klinik.jpg

Wie schlimm ist es wirklich?

Ich glaube, das ist die Frage, die wir uns alle stellen.

Bei uns kammen sofort die Fragen auf:

  • Sehne betroffen?
  • Gelenke betroffen?

Und ich hatte ehrlich gesagt einfach nur Angst .

Wir sind direkt in die Klinik gefahren . ⁠Untersuchung um Untersuchung und dann dieser Satz: Keine Sehne, keine Gelenke betroffen!

Ich kann nicht beschreiben, wie viel Last in diesem Moment abgefallen ist.
⁠Ich war so froh dies zu hören.

Wunde gewaschen

Wunde gewaschen mit Drainage.jpg

Die Behandlung – Vertrauen abgeben

Trotzdem: Die Wunden waren massiv.

Ein Knie konnte genäht werden die Andere Stellen waren zu groß . Drainagen wurden gelegt und Alles wurde gespült, gereinigt, verbunden

Und dann kam der Moment, den ich am meisten gehasst habe:
Ich musste gehen. Ohne sie.

Perra blieb 4 Tage in der Klinik - mit bandagierten Beinen. Und ich ohne Kontrolle.

Wunde genäht

Wunde genäht Klinik.jpg

Zurück im Stall – und nichts ist mehr „einfach“

Als sie zurückkam, war ich einfach nur froh, sie wieder bei mir zu haben.

Die Anweisung war klar: Boxenruhe. Aber Perra hat mir etwas anderes gezeigt. Sie war unruhig. Unzufrieden - Nicht sie selbst.

Und da kam für mich ein ganz wichtiger Punkt: Heilung ist nicht nur körperlich.

Gemeinsam mit unserem Stallbesitzer haben wir eine Lösung gefunden:

  • Eine kleine, abgetrennte Weide
  • Kontakt zu den anderen Pferden
  • Bewegung – aber angepasst

Ja, vielleicht dauert es länger. Aber sie ist ruhiger. Und bei sich.

Und ich merke: ⁠Das hilft auch der Heilung.

Wundversorgung – zwischen Plan und Gefühl

Alle 2–3 Tage Verband wechseln.

Und jedes Mal: Genau hinschauen, vergleichen und hoffen

Wir haben vieles ausprobiert: Honigsalbe, Puder und unterschiedliche Ansätze

Und ich habe etwas Wichtiges gelernt: Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg.

Es gibt: Wissen, Erfahrung und dein Gefühl

Nach einer Woche

Nach einer Woche .jpg

Der Moment, der mir alles sagt

Bei all den Verbänden, Sorgen und Gedanken gibt es einen Moment, der alles relativiert:

Wenn ich in den Stall komme… und Perra mich anwiehert.

Dann weiß ich:
⁠Es geht ihr gut. Wirklich gut.

Und das ist mehr wert als jeder perfekte Verband.

Was mir am meisten geholfen hat

Ich habe gelernt, zwei Dinge gleichzeitig zuzulassen :

  1. Den Tierärzten zu vertrauen und
  2. mir selbst zu vertrauen

Denn: Du siehst dein Pferd jeden Tag und ⁠ Du spürst Veränderungen.

Und das ist unglaublich wertvoll.

Und jetzt beginnt der eigentliche Weg…

Die ersten Tage waren intensiv.

Aber jetzt kommt der Teil, der Geduld braucht: die Heilung, das Warten und das Hoffen

Ich merke jetzt schon: Es wird nicht linear gehen, Es wird gute Tage geben und Tage, die mich zweifeln lassen

Wunde aufgerissen nach 2 Wochen

Naht aufgerissen nach zwei Wochen.jpg

Und die Frage, die immer im Raum steht: Wird sie wieder ganz die Alte?
⁠Genau da nehme ich dich
im nächsten Beitrag mit:

  • Wie heilen solche Wunden wirklich?
  • Was hat funktioniert – und was gar nicht?
  • Und wie geht man mit Rückschlägen um?

Ich nehme dich mit – ehrlich, Schritt für Schritt.

Fortsetzung folgt...